Online-Kanzlei seit 2003

24/7 Erreichbarkeit

Zufriedenheits-Garantie

Über 60.000 Mandanten vertrauen uns

Recht 24/7
Zurück zur Übersicht
Arbeitswelt

15 Jahre krank, aber Startup gegründet? Der unglaubliche Fall einer Beamtin sorgt für Kopfschütteln!

3. Sep 20253 Min. Lesezeit

Krankgeschrieben – mit vollem Gehalt und eigener Praxis?

Man stelle sich vor: Eine Lehrerin meldet sich krank – und bleibt es. 15 Jahre lang. In dieser Zeit fließt Monat für Monat das volle Beamtengehalt – zwischen 5.000 und 6.100 Euro brutto. Parallel soll die Frau als Heilpraktikerin gearbeitet und sogar ein medizinisches Startup gegründet haben. Was nach Satire klingt, passiert mitten in Nordrhein-Westfalen – genauer gesagt: in Duisburg und Wesel.

Behördenversagen auf ganzer Linie?

Die betroffene Lehrerin war am Berufskolleg Wesel angestellt – jedenfalls auf dem Papier. Der heutige Schulleiter kennt sie nicht einmal namentlich, ebenso wenig wie sein Vorgänger. Seit dem Schuljahr 2003/2004 war die Frau im Dienst, doch schon wenige Jahre später war sie dauerhaft krankgeschrieben – mit angeblich psychischen Problemen.

Erst 2025 wurde der Fall bei einer Aktenprüfung entdeckt. Die Schulaufsicht forderte die Beamtin auf, sich einer amtsärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Das Ziel: Klären, ob sie jemals wieder arbeiten kann – oder nicht.

Doch die Lehrerin wehrte sich juristisch gegen diese Anordnung – verlor aber sowohl vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf als auch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Letzteres betonte deutlich: „Auch wenn die Behörden lange untätig geblieben seien, verliere der Dienstherr nicht das Recht, eine medizinische Überprüfung zu verlangen.“

Heilpraktikerin statt Schulunterricht?

Besonders brisant: Während die Beamtin laut Attesten krank war, soll sie als Heilpraktikerin tätig gewesen sein – unter ihrem echten Namen gelistet auf Terminbuchungsplattformen. Und nicht nur das: Sie soll auch ein medizinisches Startup gegründet und dafür sogar eine staatliche Fördersumme kassiert haben.

Was nach einem Einzelfall aussieht, wirft ein grelles Licht auf die Blindstellen im deutschen Beamtensystem. Wie kann jemand 15 Jahre lang krankgeschrieben sein, ohne jegliche Kontrolle? Wie konnte es sein, dass eine Lehrerin voll alimentiert, aber völlig unsichtbar für Schule, Kollegen und Vorgesetzte blieb?

Politik unter Druck – Öffentlichkeit fassungslos

Auch in der Landespolitik ist der Fall mittlerweile angekommen. NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) äußerte sich erstaunt: „Für mich stellen sich da auch viele Fragezeichen, weil ich so einen Fall auch selbst so noch nicht erlebt habe.“

Die Bezirksregierung Düsseldorf will nun umfassend aufklären. Spät, aber immerhin. Auch das Oberverwaltungsgericht kritisierte deutlich, dass über Jahre keine wirksamen Schritte unternommen wurden. Die betroffene Lehrerin muss nun nicht nur zum Amtsarzt, sondern auch 2.500 Euro Gerichtskosten selbst zahlen. Ob das die einzige Konsequenz bleibt?

Kein Krankheitsfall, sondern ein Systemfehler

Hier wurde offenbar jahrelang nicht hingeschaut – oder weggeschaut. Und das ist keine kleine Geschichte über eine vermeintlich findige Beamtin – das ist ein Skandal über Kontrollversagen, Behördenblindheit und eine Fürsorgepflicht, die zur Selbstbedienung mutiert ist.

Wenn sich der Verdacht bestätigt, dass die Frau parallel zur Krankschreibung ein Startup gegründet und Patienten behandelt hat, dann braucht es mehr als einen Amtsarztbesuch. Dann geht’s um Rückforderungen, Disziplinarverfahren – und Konsequenzen im System, das so etwas überhaupt möglich macht.

Bist Du in einem ähnlichen Fall verwickelt? Buche jetzt Deine Rechtsberatung und kläre Deine rechtliche Situation!

zum Anwalt

Zum Festpreis 169 EURO (brutto)

Du hast eine konkrete Rechtsfrage?

Unsere Anwälte beraten Dich online zum Festpreis - schnell, verständlich und ohne Kanzleitermin.

Jetzt loslegen

Dein Fall beginnt hier.

Persönliche Beratung
Direkt vom Anwalt

Transparente Festpreise
ohne Überraschungen.

Antwort innerhalb
von 24 Stunden

Sicher abgesichert
bis zu 2.5 Mio. €

Keine Legal-Floskeln, sondern klare Antworten.

Der Newsletter von Recht 24/7: Fristen, Urteile und Tipps für Gründer und Mandanten. Einmal im Monat.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen. Abmeldung jederzeit möglich.

Trusted Shops
Trusted Shops

4.89/5

| 677 Bewertungen

Verifizierter Mandant · Vertragscheck · April 2026

Sehr schnell, sehr gründlich, sehr professionell!: Die schnelle und professionelle Bewertung und Einschätzung meines Vertrages hat mir geholfen, eine bewusste Entscheidung zu treffen. Rundum sehr schnell, sehr gründlich, sehr professionell!

Verifizierter Mandant · Vertragsprüfung Wohnungskauf · Februar 2026

Die Erwartungen wurden übertroffen!: Ich war anfangs skeptisch, ob der Online-Service einem persönlichen Gespräch mit einem Anwalt gerecht werden würde. Doch Recht 24/7 hat meine Erwartungen übertroffen. Hochqualifizierte Mitarbeiter, schnelle Reaktionszeiten.

Verifizierter Mandant · Anwaltsberatung · Juni 2026

Super Erfahrung, die Bearbeitung erfolgt in echt unschlagbarer Zeit. Bei mir bei zwei Aufträgen bereits in unter 24 h und das zu einem im Marktvergleich komplett ungeschlagenen Preis.

Verifizierter Mandant · GmbH-Liquidation · Januar 2026

Unterstützung bei der Liquidation einer GmbH: Die Rückmeldungen erfolgten stets sehr zeitnah, meine Fragen wurden klar und verständlich beantwortet. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Uneingeschränkt weiterzuempfehlen.