Online-Kanzlei seit 2003

24/7 Erreichbarkeit

Zufriedenheits-Garantie

Über 60.000 Mandanten vertrauen uns

Recht 24/7
Zurück zur Übersicht
Arbeitswelt

Habeck-Projektion auf Siegestor: Frecher Wahlkampf oder Respektlosigkeit?

10. Jan 20253 Min. Lesezeit

Am Freitagabend sorgte eine überraschende Wahlwerbung der Grünen für Aufregung in München. Auf dem historischen Siegestor wurde ein großes Porträt von Robert Habeck, dem Kanzlerkandidaten der Grünen, projiziert. Die Aktion war nur für etwa 60 Minuten zu sehen, doch sie löste eine bundesweite Welle der Empörung aus. Warum eigentlich? Und warum könnte die Stadt jetzt Bußgelder gegen die Verantwortlichen verhängen?

Wahlwerbung auf einem Denkmal – Ein Tabu?

Das Siegestor in München ist mehr als nur ein Denkmal. Es erinnert an die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und steht symbolisch für den Frieden. Genau dort, mitten auf diesem historischen Wahrzeichen, wurde nun ein Bild von Habeck und sein Wahlkampf-Slogan „Bündniskanzer. Ein Mensch. Ein Wort“ abgebildet.

Für viele war es eine Grenze, die überschritten wurde. Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident, bezeichnete die Aktion als respektlos und sogar „größenwahnsinnig“. Viele Menschen in den sozialen Netzwerken fanden die Projektion unangemessen, auch wenn andere sie als kreative empfanden.

Die Stadt München greift ein: Ist die Aktion illegal?

Es stellte sich schnell heraus, dass die Projektion nicht genehmigt war. Die Verantwortlichen konnten keine Genehmigung vorweisen, was die Polizei dazu veranlasste, die Aktion zu beenden. Wahlwerbung auf Denkmälern ist grundsätzlich nicht erlaubt, so die Stadtverwaltung. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) von München hat bereits ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Für die Grünen selbst war es wohl ein kalkulierter Schritt in der Wahlwerbung, der zu polarisieren schien. Auf die Anfrage der Medien über den Vorfall äußerte sich die Partei wenig konkret, ließ jedoch durchblicken, dass ähnliche Aktionen in anderen deutschen Städten geplant sind.

Was steckt hinter der Aufregung?

Natürlich ist Wahlkampf ein Wettkampf der Ideen und Bilder. Doch die Projektion auf ein geschichtsträchtiges Denkmal weckt viele Emotionen und wirft Fragen auf. War es ein mutiger Schritt, um Aufmerksamkeit zu erregen? Oder war es eine Grenzüberschreitung, die mit den Werten des Respekts und Anstand nur wenig gemein hat.

Grünen-Chef zeigt sich einsichtig

Der neue Grünen Vorsitzende Felix Banaszak war am Mittwochabend in der Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Er war gekommen, um die energiepolitischen Zukunftsideen seiner Partei vorzustellen und zu diskutieren. Nach der unangebrachten Wahlkampfaktion konnte der Moderator Lanz nicht anders, als den Duisburger Politiker deswegen in die Mangel zu nehmen. Auf die Frage, was er von der Aktion halte, stellte Banszak fest, er habe von der Aktion gewusst und auch mit darüber entschieden und dennoch gab er ehrlich und einsichtig zu, dass die Aktion zu schnell abgesegnet wurde. Er fügte hinzu: „Hätten wir länger darüber nachgedacht, hätten wir festgestellt, ist eine blöde Idee.“

Unmittelbare Folgen der Wahlkampfaktion

Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich am Tag nach der Projektion. Ein Mann griff einen Grünen-Wahlkampfstand in Neuperlach an und zerstörte diesen, nachdem er die Wahlwerbung gesehen hatte. Ob und inwieweit diese Gewalttaten direkt durch die Projektion angestachelt wurden, bleibt unklar.

Provokation ja, aber mit Grenzen

Was hält 24/7 Recht von dieser Wahlwerbung? Nun, wir finden, dass Wahlkampf Ideen braucht, die herausstechen – aber dabei immer den Respekt vor der Geschichte und der Öffentlichkeit wahren sollten. Ein Denkmal als Leinwand für Wahlwerbung zu nutzen, ist ein schmaler Grat. Die rechtliche Seite ist klar: Die Aktion war illegal. Doch die Frage bleibt: Hat die Werbung das Maß überschritten, oder war es nur ein cleverer Versuch, im Wahlkampf aufzufallen? Klar ist: Für die Grünen dürfte diese Aktion mehr Unruhe als Zustimmung gebracht haben. Und das ist selten ein gutes Zeichen.

Wenn du rechtliche Fragen oder Unsicherheiten zu politischen Themen hast, zögere nicht, uns zu kontaktieren. Buche jetzt deine persönliche Anwaltsberatung und sichere dir fundierte Unterstützung!

Zum Rechtsanwalt

Zum Festpreis 119 EURO (brutto)

Du hast eine konkrete Rechtsfrage?

Unsere Anwälte beraten Dich online zum Festpreis - schnell, verständlich und ohne Kanzleitermin.

Jetzt loslegen

Dein Fall beginnt hier.

Persönliche Beratung
Direkt vom Anwalt

Transparente Festpreise
ohne Überraschungen.

Antwort innerhalb
von 24 Stunden

Sicher abgesichert
bis zu 2.5 Mio. €

Keine Legal-Floskeln, sondern klare Antworten.

Der Newsletter von Recht 24/7: Fristen, Urteile und Tipps für Gründer und Mandanten. Einmal im Monat.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen. Abmeldung jederzeit möglich.

Trusted Shops
Trusted Shops

4.89/5

| 677 Bewertungen

Verifizierter Mandant · Vertragscheck · April 2026

Sehr schnell, sehr gründlich, sehr professionell!: Die schnelle und professionelle Bewertung und Einschätzung meines Vertrages hat mir geholfen, eine bewusste Entscheidung zu treffen. Rundum sehr schnell, sehr gründlich, sehr professionell!

Verifizierter Mandant · Vertragsprüfung Wohnungskauf · Februar 2026

Die Erwartungen wurden übertroffen!: Ich war anfangs skeptisch, ob der Online-Service einem persönlichen Gespräch mit einem Anwalt gerecht werden würde. Doch Recht 24/7 hat meine Erwartungen übertroffen. Hochqualifizierte Mitarbeiter, schnelle Reaktionszeiten.

Verifizierter Mandant · Anwaltsberatung · Juni 2026

Super Erfahrung, die Bearbeitung erfolgt in echt unschlagbarer Zeit. Bei mir bei zwei Aufträgen bereits in unter 24 h und das zu einem im Marktvergleich komplett ungeschlagenen Preis.

Verifizierter Mandant · GmbH-Liquidation · Januar 2026

Unterstützung bei der Liquidation einer GmbH: Die Rückmeldungen erfolgten stets sehr zeitnah, meine Fragen wurden klar und verständlich beantwortet. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Uneingeschränkt weiterzuempfehlen.