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Rechtliches

Trump gegen Trevor Noah: Wegen eines Witzes bei den Grammys droht jetzt eine Klage

4. Feb 20263 Min. Lesezeit

Bild: carlos110 / Shutterstock.com

Wenn der Humor vor Gericht landet

Was bei den Grammy Awards als lockerer Spruch gedacht war, könnte für Komiker Trevor Noah jetzt ernste Konsequenzen haben. Grund: Ein Seitenhieb auf Präsident Donald Trump, der sich – mal wieder – mit dem Thema Epstein konfrontiert sieht.

Noah, der die Show moderierte, zog in einem Gag eine Verbindung zwischen Trump, dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und Ex-Präsident Bill Clinton. Dabei bezog er sich auf Trumps angebliches Interesse an Grönland – und spielte darauf an, dass Epstein Island „weg sei“ und Trump deshalb einen neuen Ort zum „Abhängen“ mit Clinton brauche.

Trump reagierte darauf mit Wut – und einer handfesten Klagedrohung. Die BBC berichtet über die aktuelle Entwicklung.

Trump wehrt sich – (noch) ohne konkreten Vorwurf

Auf seiner Plattform „Truth Social“ wetterte Trump gegen Noahs Auftritt. Er erklärte, er sei niemals auf Epsteins Insel gewesen, habe dort auch nie Zeit mit Clinton verbracht, und sei bisher nicht einmal von Medien jemals damit in Verbindung gebracht worden. Der Witz sei eine reine Erfindung – und laut Trump eine „verleumderische Behauptung“.

Angeblich werde nun sein Anwaltsteam tätig. Ob es wirklich zu einer Klage kommt oder es bei der öffentlichen Drohung bleibt, bleibt offen. Fest steht aber: Trump ist nicht dafür bekannt, solche Dinge einfach stehen zu lassen.

Er betonte auch, dass er Epstein zwar kannte, der Kontakt jedoch bereits seit 2004 beendet sei. Tatsächlich gibt es keine Beweise oder offiziellen Hinweise, dass Trump jemals auf Epsteins Insel war oder in seine kriminellen Machenschaften verwickelt war. Auch Epstein-Opfer haben Trump nicht beschuldigt. Die US-Justiz hat entsprechende Gerüchte mehrfach als unbegründet zurückgewiesen .

Satire trifft auf empfindliches Ego

Trevor Noah ist kein Unbekannter, wenn es darum geht, politische Persönlichkeiten aufs Korn zu nehmen. Jahrelang moderierte er die „Daily Show“ in den USA und machte sich dabei vor allem mit seinen pointierten Kommentaren über Trump einen Namen. Seine Spezialität: Humor mit politischem Zündstoff.

Trump hingegen zeigt immer wieder, dass er bei Späßen über seine Person schnell die juristische Keule auspackt. Erst kürzlich klagte er gegen mehrere Medienhäuser – darunter auch internationale Sender – wegen angeblicher Falschdarstellungen.

Die große Frage ist nun: War der Witz von Trevor Noah zulässige Satire oder eine unzulässige Unterstellung? In den USA ist Satire durch die Meinungsfreiheit besonders stark geschützt, doch gerade bei heiklen Themen wie Epstein ist die rechtliche Lage komplizierter.

Wie wir den Sachverhalt sehen

Satire ist kein Freifahrtschein, aber Humor ist auch kein Verbrechen. Wenn Trump bei jeder Spitze gleich mit Anwälten droht, stellt sich die Frage, ob es ihm wirklich um Wahrheit geht – oder einfach nur ums Rechthaben. Wer in der Öffentlichkeit steht, muss Kritik aushalten – auch wenn sie in Witzen verpackt ist. Und wer regelmäßig austeilt, sollte auch mal einstecken können .

Quelle: bbc.com

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