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Rechtliches

Trump verklagt New York Times auf 15 Milliarden!

18. Sep 20253 Min. Lesezeit

Bild: Joey Sussman / shutterstock.com

Jetzt geht’s der „New York Times“ an den Kragen

Donald Trump will es wissen: Der frühere US-Präsident hat eine Milliardenklage gegen die New York Times angekündigt. Der Vorwurf: Verleumdung und üble Nachrede. Satte 15 Milliarden US-Dollar will Trump einklagen – eine Summe, die nicht nur wegen ihrer Höhe Schlagzeilen macht.

Auf seiner Plattform Truth Social legte Trump nach: Die Zeitung habe systematisch falsche Informationen über ihn, seine Familie, seine Unternehmen und seine politischen Bewegungen verbreitet – darunter America First und Make America Great Again. Die New York Times sei, so Trump, „zu einem regelrechten ‘Sprachrohr’ der radikalen linken Demokratischen Partei geworden“.

Die Klage soll im Bundesstaat Florida eingereicht werden. Die New York Times hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und sieht politisches Kalkül hinter der Klage.

Medien als Dauergegner

Für Trump ist das kein Neuland. Der Ex-Präsident hat eine lange Geschichte juristischer Auseinandersetzungen mit Medienhäusern. Unter anderem klagte er bereits gegen die Sender CBS und ABC – beide Verfahren endeten in Vergleichen in Millionenhöhe.

Doch diesmal ist der Ton besonders scharf. Trump kritisiert nicht nur die Berichterstattung an sich, sondern unterstellt der New York Times regelrecht politische Einflussnahme. Besonders stört ihn offenbar die angebliche Unterstützung der Demokratin Kamala Harris während des letzten Wahlkampfes. Auf Truth Social schrieb er: „Ich betrachte dies als den größten illegalen Wahlkampfbeitrag aller Zeiten.“

Ob das juristisch eine Rolle spielt, ist mehr als fraglich. In den USA genießen Medien einen sehr weiten Schutz durch die Verfassung – vor allem dann, wenn sie über politische Persönlichkeiten berichten.

Noch mehr Klagen im Gepäck

Die New York Times ist nur ein weiterer Punkt auf Trumps Liste. Aktuell läuft auch eine Klage gegen das Wall Street Journal und dessen Eigentümer Rupert Murdoch. Hintergrund ist ein Artikel über den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, in dem ein Geburtstagsbrief Trumps an Epstein erwähnt wird. Auch hier fordert Trump mindestens zehn Milliarden US-Dollar.

Selbst kleinere Auseinandersetzungen nutzt Trump für große Gesten. So wurde die Nachrichtenagentur AP aus dem Regierungsflieger ausgeschlossen – nur weil sie sich geweigert hatte, den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ umzubenennen, wie Trump es gefordert hatte.

Einschüchterung statt Diskussion

Man kann über Medienkritik diskutieren. Aber wer bei jedem kritischen Artikel gleich mit Milliardenklagen um sich wirft, führt keine Debatte – er führt einen Feldzug. Trumps Strategie ist offensichtlich: Er will Druck machen, Gegner einschüchtern und Berichterstattung kontrollieren. Die Klage mag juristisch wacklig sein – politisch ist sie ein Signal. Nur nicht das, was ein demokratisches System hören will.

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