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Rechtliches

Trump vs. „Wall Street Journal“: 10 Milliarden für eine Nacktskizze?

28. Jul 20252 Min. Lesezeit

Ein Brief, eine Skizze und ein milliardenschwerer Rechtsstreit

Donald Trump hat mal wieder die Schlagzeilen fest im Griff – diesmal aber nicht wegen Wahlkampf oder Justiztermin, sondern wegen einer brisanten Nacktskizze. Genauer gesagt: Wegen eines Berichts des renommierten Wall Street Journal, das behauptet, Trump habe im Jahr 2003 einen pikanten Brief an den inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geschickt – inklusive einer gezeichneten nackten Frau.

Der Vorwurf: Trump habe engere Beziehungen zu Epstein gepflegt, als bisher bekannt – und das trotz seiner öffentlichen Distanzierung. Der frühere US-Präsident dementiert alles und geht in den Gegenangriff: Mit einer Klage über mindestens zehn Milliarden Dollar Schadenersatz.

Verleumdung oder Enthüllung? Was Trump wirklich stört

In der eingereichten Klage bezeichnet Trump den Artikel als “verleumderisch” und “frei erfunden”. Die Autoren des Berichts hätten es gezielt auf seine “Integrität und seinen Ruf” abgesehen. Auch Rupert Murdoch, der Mediengigant hinter dem WSJ, steht mit auf der Anklageliste.

Trumps Anwälte behaupten es gebe keinerlei Beweise, dass der Brief echt sei – und Trump selbst spricht von einer „absurden Fälschung“. Das WSJ hingegen bleibt standhaft, verweist auf journalistische Sorgfalt und will sich „energisch verteidigen“.

Der Epstein-Schatten wird länger – auch für Trump

Brisant ist: Der Fall kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Denn der Epstein-Skandal verfolgt Trump wie ein lästiger Schatten – und sorgt auch in seinem eigenen Lager für Unmut. Viele Konservative sind enttäuscht: Trump hatte versprochen, Transparenz im Epstein-Fall zu schaffen – doch passiert ist bislang wenig.

In einem Post auf seiner Plattform Truth Social versuchte Trump nun gegenzusteuern: Er habe Justizministerin Pam Bondi gebeten, gewisse Gerichtsunterlagen zu veröffentlichen – als Zeichen von Offenheit. Doch der Verdacht bleibt: Reagiert Trump wirklich aus Prinzip, oder nur, weil die Vorwürfe plötzlich ihn selbst betreffen?

Medienstreit mit Show-Effekt

Willkommen im Billion-Dollar-Theater! Dass Trump zum Äußersten greift, wenn es um seinen Ruf geht, ist nicht neu. Doch eine Klage über zehn Milliarden Dollar – wegen eines Artikels und einer Skizze – zeigt einmal mehr: In den USA ist Recht oft auch Taktik.

Ob der Brief echt ist oder nicht, ist für viele schon zweitrangig. Was bleibt, ist der Eindruck: Trump weicht der inhaltlichen Aufklärung aus und inszeniert sich lieber als Opfer der Medien. Ein Muster, das wir zur Genüge kennen – und das leider immer wieder funktioniert.

Dabei wäre echte Aufklärung im Epstein-Fall wichtiger denn je. Doch stattdessen: Milliardenklagen, Presse-Rosenkriege und persönliche Skandale. Und am Ende? Wird vielleicht wieder nur ein Sündenbock gesucht, statt wirklich Verantwortung zu übernehmen.

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